Einführung und Leseanleitung des Buches
Leichter schneller besser lernen
Kurzinhalt
* Leseanleitung
* Sie wollen Lernen?
* Lernen durch Ideen
* 5 Aspekte einer geistigen Tätigkeit
* Lernmuster
* Ihre Gedanken zum Thema Lernen
Leseanleitung
Wie das Buch gelesen werden kann
Lernchancen ergeben sich aus vielen Szenarien und
Herausforderungen für Handeln
Wie Sie mit diesem Buch umgehen können:
Der/ Die Neugierige, der/ die nur einen Überblick über verschiedene Lernszenarien haben möchte, kann sich an jedem Kapitelanfang orientieren, um dann Stippvisiten in den verschiedenen Kapiteln zu unternehmen.
Der/ Die Interessierte an den verschiedenen Lernmöglichkei-ten erhält in jedem Kapitel die Möglichkeit des Zugangs zu den verschiedenen Lernszenarien, um deren Muster zu erkennen.
Der/ Die Wißbegierige, für den in jedem Kapitel Übungen bereitgehalten werden, damit die dargestellten Prozesse besser nachvollzogen werden können.
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Sie wollen lernen?
Ich gratuliere, Sie haben bereits den ersten Schritt dahin gemacht.
Sie haben ihrer Neugier nachgegeben und haben dieses Buch aufgeschlagen.
Sie wollen wissen, wie wir klug lernen können?
Dann haben Sie den zweiten bedeutungsvollen Schritt dafür getan, Sie sind dabei, zielgerichtet Informationen zu sichten um Ihr Wissen zu erweitern.
Neugier und zielorientiertes Verhalten sind sicher die entscheidenden Qualitäten, die es uns ermöglichen, uns Herausforderungen zu suchen und Neues zu entdecken.
Weitere Schritte würden nun das Abschätzen der Lösungsmöglichkeiten und des notwendigen Aufwandes dafür sein und auch das Sichten von eigenen Erfahrungen und Wahrnehmen fremder Erkenntnisse.
Kluges Verhalten beinhaltet das Handeln zum richtigen Zeitpunkt, das Abwarten können, Ansichten aus verschiedenen Richtungen anzusehen, fremde Meinungen anzunehmen, eigenes Wissen zielgerichtet anzuwenden, neues Wissen zielorientiert zu erwerben.
Die eigene Klugheit für das Lernen einzusetzen beinhaltet auch ein “ökonomisches” Umgehen mit sachlichen und persönlichen Lernmöglichkeiten und dem dazugehörigen Aufwand. Kluges Lernen heißt auch, nach Mustern für Lösungen suchen, diese erkennen, sie anwenden und ggf. neue finden.
Lernen findet in vielen Situationen statt. Daher sind hier in diesem Buch verschiedene Ideen zusammengetragen worden, um Lösungen anzubieten für verschiedene Fragestellungen des Lernens.
Dies ergibt einen Reigen von Lernszenarien. Wir orientieren uns dabei an den Lernmöglichkeiten für Kopf, Herz und Hand. Lernen für den Kopf, damit wir effektiver Informationen verarbeiten können. Lernen für das Herz, damit wir besser verstehen, was läuft. Lernen für die Hand, damit wir unser Verhalten selbst steuern.
Ihre Lernbedürfnisse mögen unterschiedlich sein zu dem, der irgendwo auch gerade dieses Buch liest. Daher ist in jedem Kapitel zunächst eine Orientierung gegeben zu Konzepten zu jedem betreffenden Lernbereich. Hier sind dann auch einige theoretische Ausführungen zu finden. Vorgehensweisen werden dann so beschrieben, daß sie als Muster erkennbar werden (“wie es geht”).
Darauf abgebildet erhalten Sie dann Möglichkeiten für eigene Einsichten durch eine Reihe von Lernangeboten. Die einzelnen Kapitel begleitet jeweils am Ende eine zusätzliche Möglichkeit, Ihre Lernstrategie für Ihr spezielles Lernvorhaben zu entwickeln. Eine Lernstrategie besteht aus der selbstverantwortlichen Gestaltung eigener Lernvorhaben, deren Planung und Organisation.
Sie erfahren auch
¨ Was kann ich alles lernen?
¨ Unter welchen Bedingungen lerne ich am besten?
¨ Wie kann ich Lernmöglichkeiten aufsuchen?
¨ Wie kann ich mich selbst bestmöglich auf meine Lernfähigkeit einlassen?
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Lernen durch Ideen
Die Lust zu lernen, die aus Neugier, an der Begeisterung, die (große und kleine) Welt zu beherrschen und aus der Fähigkeit, bisher Bekanntes mit Unbekanntem zu verknüpfen, entsteht, schafft grundsätzliche mentale Möglichkeiten, die uns befähigen, zu lernen und neue Wissensanwendungen und Handlungsregeln zu (er)finden.
Es herrscht allgemein die Erwartung, daß ein lernfähiges Individuum den technologischen und gesellschaftlichen Wandel und die Anforderungen an seine Anpassungsfähigkeit an neue Lebenssituationen mit Lernen bewältigen kann. Lernen erklärt dann Veränderungen und wird zum Problemlöser in vielen Situationen.
Die dem Menschen innewohnende Fähigkeit zu lernen, stellt den Schlüssel dar, um auf Veränderungen zu reagieren, soziale Fähigkeiten zu erwerben, und stellt auch die Fähigkeit zum strukturierten Wissenserwerb her.
Das Leben lehrt uns dann: Lernen scheint nicht nur begrenzt zu sein auf Lehrfächer und Wissensinhalte, sondern bezieht sich auch auf soziale Fähigkeiten, die Fähigkeiten, mit unübersichtlichen Situationen umzugehen, die Fähigkeiten, Werkzeuge für das Erreichen der eigenen Ziele einzusetzen und deren Einsatzmöglichkeiten auszuloten.
Und wir machen die Erfahrung, daß “Wissen auf Halde gelernt” als reine Datenbank über Wissensdetails mit der Anwendung dieses Wissens wenig zu tun hat und damit erst “in der Praxis” Erfahrungen gesammelt werden müssen, um dieses Wissen verfügbar zu haben.
Wir können diese Anforderung an unsere Anpassungsfähigkeit auch Flexibilität nennen.
Personale Flexibilität verstehen wir als ein Resultat aus verschiedenen Fähigkeiten.
Diese setzen sich zusammen aus Kreativität, Spontaneität, Selbstbewußtsein und Selbstdistanz, der Fähigkeit zu systemischen bzw. vernetztem Denken und der systematischen Problemstrukturierung im Sinne einer vielschichtigen Problemlösungskompetenz. Persönliche Flexibilität ist ein Produkt aus mentaler Beweglichkeit, intellektueller Übung, Zielorientierung und dem Nutzen von Gelegenheiten. Geistige Mobilität schließlich als Ergebnis von Lernfähigkeit und Phantasie entsteht aus der Fähigkeit, das eigene Wissensbedürfnis aktiv zu steuern. Problemlösendes Denken beinhaltet zwar die Kenntnis von sog. Techniken für Problemlösungen, aber auch eine Haltung, die eine mentale Flexibilität einnimmt und die auch die persönliche Wahrnehmung nicht verabsolutiert. Diese resultieren aus Selbstkenntnis und Verzicht auf Interpretationen eigenen und fremden Verhaltens, die Fähigkeit zur Achtsamkeit, Konzentration und Kombinatorik für Zusammenhänge und der Bereitschaft für Veränderungen.
Erreichen können wir dies, indem wir Aktivitäten unternehmen, die wir sonst eher unter “esoterisch”, “spielen” oder als “müßig” einteilen. Es geht hier um die Selbst- Artikulation in einer Weise, die wir selbst nicht für möglich halten oder hielten. Dadurch schaffen wir einen neuen Zugang zu bisher wenig benutzten Fähigkeiten und erweitern dadurch unsere persönlichen Möglichkeiten. Wir lernen uns neu kennen und entwickeln neue Handlungsmöglichkeiten. Über ein bewußtes Steuern von kreativen zu analytischen Prozeduren kann imaginatives und entscheidungsorientiertes Vorgehen verbunden werden.
Sie kennen sicher die kindliche Neugier, die Faszination, Dinge zu begreifen, kennenzulernen, etwas zu “machen”. Lernen wird von Kindern quasi spielerisch “erledigt”, Vergessen spielt keine Rolle, intellektuelle Leistungen verbessern sich trotzdem laufend. Die Motivation, etwas kennenzulernen, die Wißbegier kommt von innen. Daran knüpfen wir an, wenn wir spielerisch lernen.
Dadurch, daß wir sehr oft das Spiel aus dem Lernen abtrennen, trennen wir auch ganz wesentliche Motivationen mit ab. Die Neugier, das Ausprobieren, das Lernen aus Fehlern, das Aufgehen im Tun hat im spielerischen Tun Platz. Dadurch wird es zum Lernen.
In meiner Arbeit als Beraterin, Trainerin, Coach und auch Lehrende treffe ich immer wieder auf die Notwendigkeit, aus dem bisherigen Denkmuster heraus neue Lösungsmuster zu finden, woraus ich den Begriff des Ideencoachings bildete. Ideencoaching wende ich in Situationen an, in denen eine wie auch immer geartete Blockierung für neue Einsichten vorhanden ist, eigene Lösungen zu finden. Ideencoaching versteht sich also als Ideenhilfe auf der Suche nach Lösungen für eigene Problemstellungen. Diese können in organisatorischen Umfeldern oder individuell gegeben sein.
Gedankliche Schärfe können wir trainieren mit Hilfsmitteln, die die Konzentration, die Beharrlichkeit im Detail, die Phantasie und Einfallskraft und die Fähigkeit, stringent an Lösungen zu arbeiten, fordern. Die mentale Beweglichkeit lernen wir wiederentdecken, wenn wir unsere Phantasie gebrauchen dürfen und unsere Fähigkeiten für Vorstellungskraft und Perspektivenwechsel einsetzen. Spielerische Trainingsmöglichkeiten aus Denksport- und Gehirnjogging- Aufgaben können wir nutzen, indem wir die etwas komplexeren Aufgaben intuitiv, mit Modellen im Kopf oder unter Anwendung von Problemlösungsstrategien lösen.
Im Laufe der Zeit sammeln wir Erfahrungen darüber, wie wir Aufgaben und komprimierte oder komplexe Informationen verarbeiten können. Wir wissen daraus, ob wir langsam und schrittweise oder mit welcher Aufmerksamkeit wir uns der jeweiligen Problemlösung widmen müssen und setzen uns unterschiedlich mit verschiedenen Aufgaben oder Anforderungen auseinander. Wir erkennen, daß unterschiedliche geistige Anforderungen gestellt sind. Und wir entwickeln eine Menge kognitiver Strategien oder Verfahren, um ein Problem zu lösen oder einen Zustand zu verändern. Schließlich entwickeln wir ein Einschätzungsvermögen über das Wesen der Anforderung, d.h. ob eher qualitative oder quantitative Lösungskriterien anzulegen sind.
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Fünf Aspekte einer geistigen Tätigkeit
Für die Ausübung einer geistigen Tätigkeit sind 5 Aspekte bedeutungsvoll:
Aufmerksamkeitsfilter
Beachten der Kapazität und der Struktur der Anforderung/ der Problemstellung,
Intensität
Gründlichkeit, mit der die Problemstellung bearbeitet werden muß,
Geschwindigkeit, mit der eine Aktivität ausgeführt wird.
Unter der Fragestellung, wie denn effizientes und besseres Lernen zu erreichen ist, damit neue Erfolge damit erreicht werden können, möchte ich daher das Prinzip des Klugen Lernens einführen, mit dem wir unseren Kräften gemäß und unseren geistigen Fähigkeiten entsprechend und auch mit unseren persönlichen Energien erfolgreich lernen können.
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Lernmuster
Die beschriebenen Einsichten und Gedanken zum lebenslangen Lernen erwarb ich selbst aus der Beschäftigung mit verschiedenen Konzepten der sog. Humanistischen Psychologie und der Sozialwissenschaften. Diese Gedanken bilden die Philosophie, mit der ich in meiner Arbeit berate.
Erkenntnisse der humanistischen Psychologie, die ein ganzheitliches Menschenbild hat, über psychodynamische Zusammenhänge und Verhaltensweisen, begreifen den Einzelnen aus seiner Historie und verstehen seine Handlungen daraufhin, stellen aber die Selbstverantwortlichkeit des Handelns in den Vordergrund. Es gehört auch dazu die Einsicht, daß der Verstand das einzige ist, über das der Einzelne letztlich selbst verfügen kann und Gedanken des sog. Konstruktivismus, der die selbstverantwortete Konstruktion von Wirklichkeit, wie der Einzelne sie erlebt, in den Vordergrund stellt. Dies ist bspw. für Lernprozesse sehr bedeutsam, da sie von Aufnahmeprozessen gelenkt sind.
Erkenntnisse über Sozialisationsprozesse aus den Sozialwissenschaften allgemein. Hierzu gehört die Annahme, daß das Umfeld für den Einzelnen einen prägende Wirkung hat. Ansichten und Verhaltensformen werden kulturell und einzelnen sozialen Gruppen gemäß weitergegeben und sorgen dafür, daß der Einzelne seinen Platz in der Gesellschaft findet. Das Konzept des Interaktionismus sieht dabei vor, daß der Einzelne sein Verhalten danach ausrichtet, wie er dafür von seiner Umwelt anerkannt wird. Er zieht Rückschlüsse daraus und formt sein Bild von möglichem und unmöglichem Verhalten danach.
Als Folgerung daraus entsteht die Idee des erfahrungsbezogenen Lernens, das auf der Erkenntnis beruht, daß erarbeitetes und erfahrenes Wissen in Gedächtnisprozesse integriert und für Handeln zur Verfügung steht. Diese Lernkonzepte finden bspw. in Angeboten zu “werkstattbezogenem” Lernen , in dem Problemlösungen im Vordergrund stehen, ihren Niederschlag.
Die zusammengetragenen Vorschläge für Lernen, Informationsaufnahme und Kooperation sind nicht unter der Prämisse : besonders neu zusammengetragen worden, sondern unter dem Aspekt, welche Wirkung sie haben. Es mag einige Anwendungen geben, die dem geneigten Leser noch unbekannt waren oder in der Anwendung ungewöhnlich. Beabsichtigt ist, dazu beizutragen, die vergleichsweise leichten Möglichkeiten zu zeigen, mit denen wirkungsvolles Lernen in beabsichtigter Weise stattfinden kann. Die Vorschläge orientieren sich außerdem daran, die Denkarbeit, die Vorstellungskraft und Intuition, und schließlich die Einsicht in soziale Situationen zu unterstützen. Die Kenntnis der wesentlichen Funktionsweisen mentaler Prozesse sollen die Entwicklung einer persönlichen Lernstrategie abrunden.
Bezogen auf die verschiedenen Lernbereiche:
kognitives Lernen Erweitern der geistigen Kapazitäten
verhaltensorientertes Lernen Erweitern der sozialen und problembezogenen Lösungsfähigkeiten
soziales Lernen Erweitern des Verständnisses für menschliches Verhalten
werden die Muster, nach denen das dafür geeignete Lernen abläuft, dargestellt, um dem Leser die Entscheidung zu ermöglichen, ggf. selbst solche Lernmöglichkeiten zu unternehmen.
Alle, die glauben, sie könnten nicht oder nur schwer lernen, möchte ich beruhigen:
“Wir können nicht nicht lernen”.
Das bedeutet, daß alles, was wir tun, uns zu neuen Einsichten verhelfen kann.
Was uns zu tun bleibt ist, dies uns bewußt zu machen.
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Ihre Gedanken zum Thema Lernen
Bitte nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und notieren Sie sich, was Ihnen zu den unten aufgeführten Fragen einfällt. Es kommt nicht darauf an, besonders gewählt zu schreiben, Sie selbst müssen es wieder lesen können und es sollte so verständlich sein, daß Sie auch noch in vier Wochen wissen, was Sie damit gemeint haben. Daher empfehle ich, in ganzen Sätzen zu formulieren.
Welche Vorstellung verbinde ich mit effektivem Lernen?
Was möchte ich besser können?
Was möchte ich damit erreichen?
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Sie können gerne Kontakt mit mir aufnehmen, wenn Sie weitere Fragen haben, oder mir Ihre Erfahrungen zu den Themen dieses Buches mitteilen möchten.

